Konferenz der Schülersprecher*innen 2019: Lösungen finden

Gemeinsamer Antrag Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD-Stadtratsfraktion, CSU-Stadtratsfraktion und FDP

Am 15. November 2019 fand die jährliche Konferenz der Schülersprecher*innen an Nürnberger Schulen statt. Neben den wichtigen Workshops, die die Arbeit der Schülersprecher*innen vor Ort unterstützen, stehen auch Diskussionsrunden mit Politiker*innen des Nürnberger Stadtrates auf dem Programm. Die Arbeit des Rates wird vorgestellt, aber es werden auch viele Themen aus den Schulen angesprochen, die für die Schüler*innen von Bedeutung sind und Lösungen erfordern.

Die teilnehmenden Stadträt*innen nehmen diese Anregungen gerne auf und bitten die Verwaltung folgende Themen aufzugreifen und Lösungsvorschläge im Schulausschuss zur Diskussion vorzustellen.

  • Essensversorgung an Schulen: Die essenstechnische Versorgung an den Schulen ist sehr unterschiedlich geregelt. Auch wenn berücksichtigt wird, dass dem Urteil eine sehr individuelle Einschätzung zu Grunde liegt, kann behauptet werden, dass das Mittagessen über alle Schulen betrachtet eher als mäßig beschrieben wird. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wir haben im Schulausschuss schon oft über dieses Thema gesprochen, aber vor allem auch im Blick auf unsere Nachhaltigkeitsziele und dem damit verbunden Bio- Anteil an der schulischen Versorgung sollte noch einmal grundsätzlich darüber nachgedacht werden, wie wir es schaffen, ein gesundes und gleichzeitig leckeres Essen in den Schulen vorzuhalten. Im Zusammenhang mit der Ganztagsbetreuung kommt einem gesunden Essen eine besondere Bedeutung zu. In diesem Zusammenhang wurde auch die Pausenverpflegung angesprochen. In einigen Fällen wurde bemängelt, dass, obwohl es sich um große Schulen handelt, es nur eine Stelle für den Verkauf gibt. Lange Wartezeiten sind das Ergebnis. An vielen Schulen gibt es vor allem süße Gebäckteile und gesüßte Getränke (auch noch in Einwegverpackungen). Auch der überteuerte Preis (z.B. für Wasserflaschen) wurde angesprochen. Tatsächlich scheint es auch Schulen zu geben, wo gar kein Pausenverkauf vorhanden ist.
  • Das Thema Drogen treibt alle Schüler*innen an allen Schularten um. Es werden vermehrt Präventionsmaßnahmen gewünscht, vor allem auch von ehemaligen Abhängigen, weil das die Schüler*innen am nachhaltigsten beeindruckt.
  • Natürlich blieb der Zustand der Toiletten nicht unerwähnt. Sauberkeit und Ausstattung waren die üblichen Kritikpunkte. Schülersprecher*innen sind hier genauso ratlos, was Vandalismus angeht. Sie wünschen sich mehr Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrer*innen und Schüler*innen, um dem Problem Herr zu werden.
  • Die Digitalisierung treibt alle Schulen um. Mebis wird offensichtlich nur wenig eingesetzt, obwohl es für alle an der Schule große Vorteile bietet. Technik gibt es nur in wenigen Klassenzimmern, Abschlussklassen können zu wenig üben bzw. es besteht das Problem, dass zu viele verschiedene Geräte vorhanden sind, in jedem Klassenzimmer etwas anderes.
  • Allgemeines, das lohnt, an den Schulen thematisiert zu werden:
    – Verspätung der Schüler*innen und Lehrer*innen
    – Es wurden für alle Klassen regelmäßige Unterweisungen in Erster Hilfe an den Schulen gefordert.
    – Kommunikation mit Schulleitung findet oft nicht auf Augenhöhe statt – Schülersprecher*innen zu wenig einbezogen.
    – Schulbudgets – wie hoch sind sie, wie setzen sie sich zusammen, was steht der SMV zu?

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