Pressemitteilung // Maßnahmen für Kulturschaffende in der Corona-Krise

Mehr Transparenz, Klarheit und Perspektiven


Als erstes geschlossen, als letztes wieder geöffnet – die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kultur sind massiv. Die Grüne Stadtratsfraktion begrüßt daher ausdrücklich die aktuell von der bayerischen Staatsregierung vorgestellten spezifischen Unterstützungsmaßnahmen für Kulturschaffende, die keine Mitglieder der Künstlersozialkasse sind. Davon profitieren auch die Nürnberger Kulturschaffenden, die seit Wochen um ihre Existenz bangen und sich von der Regierung nicht ernstgenommen fühlen. Es ist daher nur begrüßenswert, dass Julia Lehner, seit vergangener Woche Kulturbürgermeisterin der Stadt Nürnberg, kürzlich ein Maßnahmenbündel zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur in Nürnberg vorgestellt hat, um den von der Covid 19 betroffenen lokalen Kulturschaffenden eine Perspektive zu geben.

Die netten Worte und die vorgestellten Maßnahmen konnten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Pressekonferenz in vielerlei Weise nicht die Erwartungen erfüllen konnte. Besonders vage blieb Frau Lehner bezüglich der erwähnten Clearingstelle und dem Runden Tisch mit der freien Szene, in welcher Form und wann der versprochene Maßnahmenkatalog entstehen soll.

Natalie Keller, kulturpolitische Sprecherin, und ihre Kolleg*innen Uschi Unsinn und Kai Küfner, ebenfalls Mitglieder des Kulturausschusses, stehen in laufendem Kontakt mit vielen Akteur*innen der lokalen freien Szene und wissen, dass es angesichts der akuten Situation hier dringend verbindliche Aussagen und klare Zeitperspektiven braucht.

„Ich begrüße es sehr, dass das Kulturreferat die Hilferufe gehört und sich mit den Initiator*innen der offenen Briefe aus der freien Kulturszene und weiteren Akteur*innen zusammengesetzt hat. Allerdings vermisse ich an dieser Stelle echtes Krisenmanagement. Es gibt weiterhin viele ungeklärte Fragen und fehlende Antworten dahingehend, wer für die finanzielle und personelle Umsetzung des Maßnahmenkatalogs zuständig sein wird“, so Natalie Keller.

„Die lokalen Kulturschaffenden der Metropolregion sind verzweifelt und fürchten seit Wochen um ihre Existenz. Die freie Szene braucht dringend klare Perspektiven für ihre Weiterarbeit – besonders im Hinblick auf Nürnbergs Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 muss hier für die regionale Subkultur schnellstmöglich Klarheit geschaffen werden.“

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