PM: Opernhaus: Zwischennutzung statt Verfall

Opernhaus von östlicher Seite fotografiert, Nachtaufnahme, die Oper ist hellerleuchtet und man sieht noch den ein gutes Stück vom Vorplatz
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Mit Aufnahme des Spielbetriebs in 2028 in der neuen Spielstätte steht dem Opernhaus eine ungewisse Zukunft bevor. Eine Sanierung kann sich die Stadt aufgrund klammer Kassen nicht leisten – laut Aussage von Oberbürgermeister Marcus König wird bis zum Jahr 2041 in diese Richtung nichts passieren. Stillstand darf hier aber keine Option sein: „Vorhandene Bausubstanz muss nun gesichert werden und weitere Schäden sind möglichst zu verhindern. Es gilt, diesen bedeutenden Standort sicht- und nutzbar zu halten“, sagt Cengiz Sahin, Sprecher für Bau, Stadtentwicklung und Wohnen. Dies ist umso nötiger, da die neue Spielstätte nun dauerhaft im Innenhof der Kongresshalle bleiben wird – und nicht wie ursprünglich geplant – als Interim. Diese Entscheidung begrüßen wir übrigens sehr, da wir uns seit Anbeginn an für einen festen Standort stark gemacht haben.

Das leere Opernhaus stellt die Stadt aber nun vor Herausforderungen: Denn ein langfristiger Leerstand würde sich dabei nicht nur auf die bauliche Substanz negativ auswirken, sondern insbesondere auch auf die Kulturlandschaft. Aber der Status Quo bietet auch Chancen. Natalie Keller, kulturpolitische Sprecherin, schlägt in einem Antrag nun eine temporäre Zwischennutzung vor: „Damit hätte die Stadt die Möglichkeit, die Zeit bis zu einer langfristigen Entscheidung sinnvoll zu gestalten. Gleichzeitig könnte sie Räume für Kunst und Kultur schaffen sowie neue Formate ermöglichen. Voraussetzung dabei ist ein Nutzungskonzept, das sich an den baulichen Gegebenheiten orientiert.“

Angedacht ist hier eine offene Ideenwerkstatt zusammen mit der Nürnberger Kulturszene und Stadtgesellschaft – auch um mögliche Betreiber:innen und Finanzierungsmodelle frühzeitig zu identifizieren. Ziel soll dabei die Entwicklung einer langfristigen Perspektive für den Standort sein: „In diesem Sinne soll die Zwischennutzung auch eine kritische, fundierte und multiperspektivische Auseinandersetzung mit der Geschichte und mit dem Namen des Richard-Wagner-Platzes ermöglichen. Gleichzeitig könnte auch unser Antrag „Einbindung von queeren Menschenrechten: gestalterische Verlängerung der Straße der Menschenrechte zum Kornmarkt“ zur Diskussion stehen und in die Planungen einfließen“, so Réka Lörincz, Sprecherin für Erinnerungskultur.

Stadträtin Natalie Keller

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Natalie Keller

Stadtrat Cengiz Sahin

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Cengiz Sahin

Stadträtin Réka Lörincz

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Réka Lörincz