Black-Lives-Matter-Demonstration

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Als eine der ersten Großstädte Deutschlands: Nürnberger Stadtrat beschließt Ächtung des N-Wortes

Gemeinsame Pressemitteilung der Fraktionen von SPD und B‘90/DIE GRÜNE

Einstimmig beschloss der Nürnberger Stadtrat die Ächtung des N- und des Z-Wortes in seiner März-Sitzung. Vorangegangen war ein gemeinsamer Antrag von SPD- und Grünen-Fraktion im Rathaus. Eingebettet ist der Beschluss in eine übergreifende Antidiskriminierungs-Strategie des Menschenrechtsbüros.

„Das N-Wort ist immer rassistisch, es grenzt aus und diskriminiert ausnahmslos. Es ist ein Relikt aus der furchtbaren Kolonialzeit. Daher gibt es keinen Grund, es zu nutzen. Ich danke dem Stadtrat für das klare Signal“, sagt Grünen Stadtrat und ISD-Vorstandsmitglied Paul Arzten.

Der SPD-Vorsitzende, Dr. Nasser Ahmed fügt hinzu: „Worte sind wichtig, sie beeinflussen unser Denken und damit unser Handeln. Die Ächtung des N-Worts ist ein großer Erfolg. Aber nur der erste Schritt. Es gibt noch viel zu tun. Solange schwarze Menschen keine Wohnung finden, Racial Profiling erleben und schwerer eine Arbeitsstelle finden, werden wir weitermachen!“

Mit dem Beschluss zur Ächtung von N- und Z-Wort verpflichten sich der Stadtrat und die Stadtverwaltung mit ihren über 10.000 Mitarbeiter:innen, diskriminierenden Sprachgebrauch zu unterlassen. Zudem werden beide Begriffe als eindeutig rassistisch eingestuft und geächtet. Es soll ein Signal in die gesamte Nürnberger Gesellschaft sein, diese nicht zu verwenden und Menschen weiterhin zu verletzen.

Stadtrat Paul Arzten

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Paul Arzten

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