Pressemitteilung
Die grüne Stadtratsfraktion fordert, im laufenden Verfahren der Machbarkeitsstudie Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg (AuSbauNü) ergänzend eine Stadt-Umland-Bahn-Variante für die Gräfenbergbahn zu prüfen. Konkret soll untersucht werden, ob eine Anbindung an die Nürnberger U-Bahn möglich ist – mit dem Ziel, umsteigefreie Verbindungen aus dem nördlichen Umland direkt in die Nürnberger Innenstadt zu schaffen.
Anlass ist unter anderem die Petition „Attraktive Gräfenbergbahn – Lebensader für die Region statt Pannenbahn“, mit der Bürger:innen auf mangelnde Zuverlässigkeit, fehlende Haltepunkte und den unattraktiven Umstieg am Nordostbahnhof hinweisen. „Ich möchte eine ernsthafte Prüfung dahingehend, ob man künftig mit der U-Bahn direkt nach Gräfenberg fahren kann. Das wäre ein echter Gewinn für Pendler:innen und für die Verkehrswende in Nürnberg“, erklärt Britta Walthelm, Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen.
Die bisherigen Zwischenergebnisse von AuSbauNü zeigen, dass ein klassischer S-Bahn-Ausbau der Gräfenbergbahn sehr teuer und nur äußerst knapp wirtschaftlich ist. „Gerade deshalb dürfen wir uns nicht auf eine einzige Lösung fokussieren. Wenn eine U-Bahn-Variante den größeren Nutzen bringen kann, vielleicht sogar bei geringeren Kosten, dann muss dass jetzt geprüft werden“, so Verena Osgyan, Landtagsabgeordnete der Grünen. Aus Sicht der Stadtratsfraktion ist der Wegfall des Umstiegs am Nordostbahnhof der entscheidende Hebel. „Für Fahrgäste zählt nicht die Technik, sondern ob sie bequem und direkt in die Innenstadt kommen. Genau hier setzt unser Antrag an“, betont Mike Bock, verkehrspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion.
Der Antrag fordert die Stadt Nürnberg auf, sich gegenüber dem Freistaat Bayern dafür einzusetzen, dass eine solche Variante noch im laufenden Verfahren systematisch untersucht wird. Für Nürnberg bedeutet eine attraktive Direktverbindung vor allem weniger Autopendlerverkehr – und damit Vorteile für Klima, Luft und Lebensqualität.

Ihr Ansprechpartner:
Mike Bock
