Verkehrsknoten Peterskirche fit für die Zukunft machen

Straßenbahn, von der Ferne fotografiert
Ralph Darabos/Unsplash

Am Verkehrsknoten Peterskirche treffen Straßenbahn, Bus, mehrere Radvorrangrouten sowie mit Regensburger Straße, Harsdörfferstraße und Hainstraße stark frequentierte Hauptverkehrsstraßen aufeinander. Gleichzeitig stehen dort verschiedene Planungen und Erneuerungen bei Gleisanlagen und Radwegen an. Gerade angesichts der angespannten Haushaltslage sollten diese frühzeitig aufeinander abgestimmt und unter Berücksichtung darauf aufbauender künftiger Maßnahmen geplant werden. So können spätere teure Umbauten und doppelte Bauarbeiten vermieden werden.

So ist für die Straßenbahn insbesondere die Hochschullinie relevant, die im aktuellen ÖPNV-Maßnahmenprogramm 2035 plus aufgeführt ist. Hierfür ist perspektivisch ein Straßenbahnkreuz an der Peterskirche notwendig, weshalb dieses bereits heute bei Gleislage, veränderten oder zusätzlichen Bahnsteigen sowie Baumstandorten mitgedacht werden sollte. Schon vorher könnte ein kurzer Lückenschluss der Straßenbahngleise von der Scharrerschleife über die Hainstraße zur Linie 8 am Platz der Opfer des Faschismus das Netz bei Baustellen, Störungen und Großveranstaltungen deutlich flexibler machen.

Auch im übrigen Straßenraum besteht erheblicher Handlungsbedarf. Im Bereich Peterskirche werden die Radvorrangrouten 2, 10 und 11 miteinander verknüpft; die Radinfrastruktur im Knoten ist bisweilen jedoch vollkommen unübersichtlich und unterdimensioniert. Insbesondere in der Regensburger Straße in Richtung Marientunnel fehlen weiterhin beidseitig durchgehende Radverkehrsanlagen.  

Gleichzeitig ist die Spurführung für den Kfz-Verkehr an der Kreuzung und in der Harsdörfferstraße wenig eindeutig und verwirrend, was immer wieder zur gefährlichen Situationen führt. Ein eigener Gleiskörper als Rasengleis in der Harsdörfferstraße könnte die Verkehrsflächen dort klarer ordnen und somit auch Konflikte und Unfallrisiken insbesondere beim Übergang zum Mischverkehr  westlich der Haltestelle Peterskirche reduzieren. Zudem würde ein Rasengleis in der Harsdörfferstraße, aber auch in der Regensburger Straße für Entsiegelung, Lärmminderung und eine Aufwertung des Stadtbilds sorgen.

Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

Die Verwaltung

  • berichtet über den aktuellen Stand der Planungen für den Straßenraum rund um den Knoten Peterskirche und über die Abstimmung der verschiedenen Maßnahmen und Beteiligten,
  • prüft gemeinsam mit der VAG, wie der Knoten für ein künftiges Straßenbahnkreuz und die Hochschullinie gestaltet werden kann. Dabei werden veränderte oder zusätzliche Bahnsteigpositionen sowie ein möglicher vorgezogener Lückenschluss zum Platz der Opfer des Faschismus berücksichtigt,
  • prüft im Zuge künftiger Gleiserneuerungen einen eigenen Gleiskörper als Rasengleis in der Harsdörfferstraße sowie eine Umwandlung von Schotter- in Rasengleis in der Regensburger Straße,
  • berichtet über den Stand der Planung für durchgehende Radverkehrsanlagen in der Regensburger Straße in Richtung Marientunnel sowie der Verknüpfung der Radvorrangrouten 2, 10 und 11 am Knoten Peterskirche,
  • prüft eine übersichtlichere Verkehrsführung an der Kreuzung auch für den Kfz-Verkehr.
Stadtrat Alexander Kahl

Ihr Ansprechpartner:
Alexander Kahl