Als Stadtverwaltung tragen wir eine hohe Verantwortung für den Schutz sensibler Bürger:innendaten und für die durchgehende Verfügbarkeit öffentlicher Dienstleistungen. Leider zeigen erst jüngst geschehene Ereignisse wie der Angriff auf die PHP-Sicherheitslücke am 21. Oktober 2026, wie verwundbar unsere digitale Infrastruktur sein kann. Als Konsequenz wurden zeitweise bestimmte Teile des Schulnetzwerkes gesperrt, auf unseren städtischen Websiten waren Funktionen wie Uploads nicht mehr möglich und auch die Website des Klinikum Nürnbergs ging zeitweise vom Netz. Der immer fortlaufende Einsatz von Künstlicher Intelligenz verschärft die Bedrohungslage. Mit ihrer Hilfe können Schwachstellen schneller analysiert werden und Angriffe automatisierter geschehen.
Wir stellen deshalb zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:
Die Verwaltung
- berichtet über den aktuellen Stand der IT-Sicherheitsarchitektur der Stadt Nürnberg sowie der Eigenbetriebe und Töchter (insbesondere Klinikum Nürnberg, VAG, N-ERGIE). Dabei wird aufgezeigt, welche Lehren aus jüngsten Sicherheitslücken (z. B. der PHP-Schwachstellen) gezogen wurden und wie schnell Systeme im Ernstfall abgesichert werden können,
- stellt dar, welche moderne Erkennungs- und Abwehrsysteme bereits im Einsatz sind und wo wir gegebenenfalls nachrüsten müssen, um der gestiegenen Angriffsgeschwindigkeit wirksam zu begegnen,
- legt dar, wie die bisherige Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie dem Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) konkret ausgestaltet ist. Zudem wird überprüft, wie dieser Informations- und Warnaustausch weiter intensiviert werden kann und und inwieweit die Stadt Nürnberg aktuell bereits gezielte Förderprogramme des Bundes und des Freistaates Bayern für die Cybersicherheit von Kommunen und ihren städtischen Eigenbetriebe einfordert und nutzt.

Ihr Ansprechpartner:
Isaura Süssner
