Leuchtendes Zeichen für ein friedliches Miteinander: Beleuchtung zu Ramadan

Ein beleuchtetet Haus
Gunnar Ridderstrom / Unsplash

Nürnberg ist eine Stadt der Vielfalt, in der Menschen mit unterschiedlichsten Kulturen, Religionen und Weltanschauungen zumeist friedlich zusammenleben. Ein erheblicher Teil unserer Mitbürger:innen feiert den muslimischen Fastenmonat Ramadan, in dem tagsüber unter anderem auf Essen und Trinken verzichtet und bei Sonnenuntergang gemeinsam gespeist wird. Es ist eine Zeit des Innenhaltens, der Solidarität mit Bedürftigen und des friedlichen Miteinanders.

Gleichzeitig erfahren Muslim:innen eine Zunahme von Hass, Polarisierung und antimuslimischen Rassismus, der leider auch im Alltag, in Institutionen und öffentlichen Debatten verankert ist. Allein 2024 wurde ein Höchststand mit über 3.000 Fällen dokumentiert (Bericht von Claim: Zivilgesellschaftliches Lagebild antimuslimischer Rassismus, Stand Mai 2025.), der zudem von einer zunehmenden Enthemmung und Brutalisierung berichtet. Gerade auch die Themen Zuwanderung und Asyl werden mit antimuslimischen Ressentiments verknüpft, pauschale Zuschreibungen wirken sich langfristig auf die Betroffenen aus. Diese Zunahme an Diskriminierung und Übergriffen bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere demokratischen Werte.

Daher haben sich einige Städte, darunter Frankfurt, München oder Berlin, dazu entschlossen, das Rathaus und zentrale Straßenzüge zu Ramadan zu beleuchten. Dadurch machen sie nicht nur die muslimische Community sichtbarer, sondern setzen ein leuchtendes Zeichen für Wertschätzung, Vielfalt und ein respekt- und friedvolles Zusammenleben. Die Stadt Nürnberg könnte zeigen, dass sie zu ihren Muslim:innen steht, deren Feste anerkennt und die Community ein ebenbürtiger Teil der Stadtgesellschaft ist. Dies würde zugleich Vertrauen, Zugehörigkeit und Miteinander stärken.

Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

Die Verwaltung

  • beleuchtet das Rathaus und zentrale Straßenzüge zu Ramadan (beispielsweise mit guten Wünschen wie „Happy Ramadan“).
Stadträtin Réka Lörincz

Ihre Ansprechpartnerin:
Réka Lörincz