Gemeinsamer Antrag mit den Stadtratsfraktion der SPD und CSU
der Nürnberger Stadtrat hat sich intensiv mit dem Bestand und der Weiterentwicklung der Nürnberger Festivals befasst. Dabei geht es zum Einen um die städtischen Festivals, die vom Projektbüro der Stadt Nürnberg verantwortet werden und in der Regel umsonst und draußen sind, zum anderen aber auch um die Festivals, die von unterschiedlichen Trägern der Freien Szene verantwortet werden. Hier gibt es Zuschüsse der Stadt Nürnberg in unterschiedlicher Höhe.
Hier geht es um verschiedene Formate wie beispielsweise NUEJAZZ oder auch die ION, NürnbergPop oder das Brückenfestival, die jeweils Alleinstellungsmerkmals haben, die für Nürnberg besonders sind. Im Kulturausschuss hat man sich darauf verständigt, möglichst Kriterien zu entwickeln, um Prioritäten setzen zu können und die Dachmarke Kulturfestivals weiter zu stärken und auszubauen.
Hierzu bedarf es einer Überprüfung der bisherigen Schwerpunkte innerhalb der Kulturstrategie. Angesichts knapper Kassen sollte dabei auch die Umwidmung bestehender Töpfe diskutiert werden. Gemäß der Kulturstrategie der Stadt Nürnberg können hier neue Schwerpunkte gesetzt und Transformationsprozesse ermöglicht werden. Dafür bedarf es einer transparenten Diskussion mit den Akteuren, als auch der Fragestellung, wie die Festivals in städtischer Hand weiterentwickelt werden sollen.
Die weitere Strategie soll bis zu den nächsten Haushaltsberatungen im Jahr 2026 entwickelt werden.
Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:
Die Verwaltung
- legt eine Strategie vor, wie die Festivals der freien Szene künftig weitentwickelt werden sollen und auch finanziell perspektivisch besser ausgestattet werden können. Insbesondere NUEJAZZ und die ION benötigen eine klare Perspektive, da sie auch überregionale Strahlkraft haben und auch als Wirtschafts- und Tourismusfaktor in der Stadt Nürnberg eine wichtige Rolle spielen.
- prüft auch, ob durch Mittelumwidmung kurzfristig Lösungen geschaffen werden können. Beispielsweise könnten die „Stars im Luitpoldhain“ auch für die Freie Szene geöffnet werden bzw. die dafür benötigten Mittel anders verteilt werden. Auch soll geprüft werden, wie die 75. Auflage der ION mit zusätzlichen Mitteln, z.B. durch Sponsoring angemessen begangen werden kann.
- legt außerdem für die weiteren Festivals eine perspektivische Strategie mit hinterlegten Kriterien vor, damit auch diese ein nachvollziehbare Perspektive haben.

Ihre Ansprechpartnerin:
Natalie Keller
