Einbindung von queeren Menschenrechten: gestalterische Verlängerung der Straße der Menschenrechte zum Kornmarkt

Straße der Menschenrechte von
Mohamed B/Unsplash

Die Stadt Nürnberg hat mit der Straße der Menschenrechte ein international bekanntes Symbol geschaffen, das an die universelle Gültigkeit der Menschenrechte über alle Grenzen hinweg erinnert. Sie steht einerseits als Anklage für die Verbrechen des Nationalsozialismus und erinnert andererseits aber auch daran, dass Menschenrechte nach wie vor weltweit verletzt werden.

Gerade in den vergangenen Jahren zeigt sich jedoch, dass queere Personen weltweit, in Europa und Deutschland wieder verstärkt Anfeindungen, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind. Gleichzeitig wächst der gesellschaftliche und politische Druck auf queere Menschen in vielen Ländern. Umso wichtiger ist es, dass Städte wie Nürnberg ihre Haltung sichtbar machen und deutlich zeigen, dass Menschenrechte uneingeschränkt für alle gelten.

Hier sei auf den Leitspruch von Polit-Dragqueen und Stadträt:in Uschi Unsinn († 2022) verwiesen: Sichtbarkeit schafft Sicherheit. Denn sichtbare Zeichen der Anerkennung und Solidarität stärken nicht nur das Sicherheitsgefühl queerer Menschen, sondern verdeutlichen auch gegenüber der gesamten Stadtgesellschaft, dass Diskriminierung keinen Platz hat und Vielfalt ausdrücklich Teil unserer Demokratie ist. Eine stärkere Einbindung queerer Menschenrechte ins Stadtbild würde diesen Standpunkt untermauern. Die unmittelbare Nähe der Straße der Menschenrechte wäre hierfür besonders geeignet. So könnte hier eine gestalterische Verlängerung vom Torbogen zum Kornmarkt ein sichtbares Zeichen setzen. Diese Weiterführung würde den bestehenden Charakter des Kunstwerks dabei nicht verändern, sondern dessen universellen Anspruch fortschreiben und verdeutlichen, dass Menschenrechte stets aktuell bleiben und immer wieder neu verteidigt werden müssen.

Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

Die Verwaltung

  • legt dar, welche rechtlichen, denkmalpflegerischen, gestalterischen oder sonstigen Gründe, die unmittelbare Nähe zum Kunstwerk der Straße der Menschenrechte betreffend, einer Umsetzung gegebenenfalls entgegenstehen.
Stadträtin Réka Lörincz

Ihre Ansprechpartnerin:
Réka Lörincz

Ihre Ansprechpartnerin:
Claudia Hammerbacher