Invasive Arten wie Götterbaum, Ambrosia, Drüsiges Springkraut, Schmalblättrige Wasserpest oder der Riesenbärenklau breiten sich immer mehr aus und verursachen nachweislich ökologische Schäden, weil sie heimische Arten verdrängen oder Lebensräume verändern. Auch wenn nur etwa 10 Prozent dieser etablierten gebietsfremden Arten naturschutzfachliche und/oder wirtschaftliche Probleme wie Minderung von Ernten, erhöhten Pestizideinsatz in Land- und Forstwirtschaft oder gesundheitliche Probleme wie Allergien verursachen können, so werden die Herausforderungen durch den Klimawandel weiter zunehmen.
Denn invasive Arten verändern nicht nur Ökosysteme, sondern sie gehören weltweit zu einer der größten Bedrohung der biologischen Vielfalt. Um daher negative Auswirkungen auf die einheimische Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern oder zu minimieren, gibt es zahlreiche rechtliche Regelungen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. So werden unter anderem in Art. 19 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22.10.2014 individuelle Managementmaßnahmen genannt, die die Auswirkungen auf die Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen sowie gegebenenfalls auf die menschliche Gesundheit oder Wirtschaft minimieren sollen.
Auch in Nürnberg haben sich Arten wie der Japanische Staudenknöterich, Ambrosia, Indisches Springkraut und Riesen-Bärenklau angesiedelt. Die Stadt hat hier bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung einzudämmen. Auch Bürger:innen können aktiv werden und über den SÖR-Mängel-Melder Vorkommen invasiver Pflanzen anzuzeigen. Generell ist jedoch festzustellen, dass eine Bekämpfung oftmals mit großem Aufwand verbunden ist.
Wir stellen deshalb zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:
Die Verwaltung berichtet über
- das Vorkommen invasiver Arten, über deren bisherigen Entwicklung sowie die Auswirkungen auf das Nürnberger Stadtgebiet,
- die bisher getroffenen Maßnahmen (abhängig von der jeweiligen Art), etwaige damit verbundenen Herausforderungen und die bislang erzielten Ergebnisse,
- über langfristig geplante Maßnahmen und eine mögliche Einbindung von Bürger:innen sowie
- über die Zusammenarbeit mit angrenzenden Kommunen und staatlichen Stellen.

Ihre Ansprechpartnerin:
Andrea Friedel
