Niedrigschwellige, selbstorganisierte Angebote wie Parkour oder Calisthenics erreichen viele junge Menschen, die sich in klassischen Vereinsstrukturen nicht wiederfinden.
In Nürnberg wird seit Jahren eine sogenannte Trendsporthalle gemeinsam mit einem neuen Jugendzentrum diskutiert. Der Bedarf ist unbestritten – die Umsetzung scheitert bislang an den hohen Investitionskosten im Millionenbereich. Währenddessen fehlt es der aktiven Szene weiterhin an ganzjährig nutzbaren, wettergeschützten Räumen. Insbesondere im Herbst und Winter brechen Trainingsmöglichkeiten weg. Dabei brauchen junge Menschen Orte, an denen sie sich bei Wind und Wetter bewegen können – sicher, legal und unabhängig vom Geldbeutel.
Andere Städte wie Karlsruhe zeigen, dass es pragmatische Lösungen gibt: Eine einfache modulare Leichtbauhalle kann für einen niedrigen sechsstelligen Betrag realisiert werden. Sie bietet Wind- und Wetterschutz, Platz für mobiles Equipment sowie einfache Lagermöglichkeiten und ist deutlich schneller umsetzbar als eine klassische Sporthalle. Auch für Nürnberg kann eine solche Halle eine realistische, kostengünstige Zwischen- oder Ergänzungslösung sein – etwa auf einer städtischen Fläche in Nähe einer Schule oder eines Jugendzentrums, sodass bestehende Sanitäranlagen mitgenutzt werden können. In Kooperation mit der Parkour-Szene, Vereinen oder freien Trägern ließe sich ein tragfähiges Nutzungskonzept entwickeln.
Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:
Die Verwaltung
- prüft, auf welchen städtischen oder geeigneten privaten Flächen die Errichtung einer modularen Leichtbauhalle für Trendsport möglich ist, insbesondere in räumlicher Nähe zu Schulen oder Jugendzentren mit nutzbaren Sanitäranlagen,
- untersucht die voraussichtlichen Investitions- und Betriebskosten sowie mögliche Kooperations- und Trägermodelle.

Ihr Ansprechpartner:
Alexander Kahl
