Junge Menschen für kommunalpolitische Themen zu begeistern, gelingt vor allem dann, wenn Beteiligung niedrigschwellig, alltagsnah und ohne große Hürden möglich ist. Solche Angebote schaffen Räume für Austausch, bauen Berührungsängste mit Politik ab und vermitteln, dass die eigene Meinung zählt. Ein Format, das dies möglich macht, ist das Rathausclubbing für alle volljährig gewordenen Nürnberger:innen: Für viele stellt dies den ersten unmittelbaren Kontakt mit ihrer Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik dar.
Umso bedauerlicher ist die kurzfristige Entscheidung, die diesjährige Veranstaltung auf das Jahr 2027 zu verschieben.
Besonders problematisch ist dabei weniger die angespannte Haushaltslage als vielmehr der Zeitpunkt der Entscheidung. Einladungen an mehrere tausend junge Nürnberger:innen wurden bereits vor Wochen verschickt, der Termin stand fest und die organisatorischen Vorbereitungen waren bereits weit fortgeschritten. Dennoch wurde die Veranstaltung, die für den 10. Juli 2026 geplant war, Ende Juni 2026 abgesagt. Dies wirft Fragen nach der Haushaltssteuerung, dem Zeitpunkt der Entscheidung und den dadurch entstandenen Kosten auf.
Zu klären ist insbesondere, welche Ausgaben für Planung, Organisation und den Versand der Einladungen bereits angefallen sind, welche zusätzlichen Kosten die kurzfristige Absage verursacht und ob kostengünstigere Alternativen geprüft wurden. Ebenso muss sichergestellt werden, dass alle eingeladenen Jugendlichen rechtzeitig über die Verschiebung informiert werden und nicht vergeblich zum Rathaus kommen.
Die kurzfristige Absage betrifft darüber hinaus auch Sponsor:innen, Kooperationspartner:innen und zahlreiche Ehrenamtliche, die ihre Unterstützung bereits eingeplant haben. Auch hier ist Transparenz darüber erforderlich, welche Auswirkungen die Entscheidung hat und wie die Stadt mit möglichen Nachteilen und Konsequenzen umgeht.
Die kurzfristige Absage betrifft darüber hinaus auch Sponsor:innen, Kooperationspartner:innen und zahlreiche Ehrenamtliche, die ihre Unterstützung bereits eingeplant haben. Auch hier ist Transparenz darüber erforderlich, welche Auswirkungen die Entscheidung hat und wie die Stadt mit möglichen Nachteilen und Konsequenzen umgeht.
Gerade in Zeiten knapper Kassen braucht es nachvollziehbare Entscheidungen und eine verlässliche Planung. Das Rathausclubbing ist ein wichtiges Angebot für junge Menschen und sollte auch künftig zuverlässig stattfinden können. Damit junge Menschen Vertrauen in demokratische Institutionen entwickeln können, braucht es insbesondere beim Erstkontakt mit der Kommunalpolitik transparente, verlässliche und niedrigschwellige Angebote.
Vor diesem Hintergrund stellen wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:
Die Verwaltung berichtet
- über die Gründe der kurzfristigen Verschiebung des Rathausclubbings 2026 und weshalb die Absage erst wenige Wochen vor der Veranstaltung erfolgte,
- welche Gesamtkosten für die Organisation des Rathausclubbing 2026 veranschlagt waren und bislang entstanden sind und welche zusätzlichen Kosten oder finanziellen Nachteile durch die kurzfristige Verschiebung entstehen,
- in welcher Form bereits eingeladene Jugendlichen rechtzeitig über die Verschiebung informiert wurden bzw. noch werden und ob ein erneuter postalischer Versand erfolgt und welche Kosten dadurch entstehen,
- inwieweit junge Nürnberger:innen, die zumgeplanten Termin vor verschlossenen Türen des Rathauses stehen, vor Ort informiert werden,
- inwiefern alle beteiligten Organisationen, Initiativen, Ehrenamtliche, Sponsor:innen, Kooperationspartner:innen und beteiligte Einzelpersonen rechtzeitig über die Verschiebung informiert wurden,
- welche Auswirkungen die kurzfristige Absage auf Sponsor:innen, Kooperationspartner:innen und ehrenamtlich Mitwirkende hat,
- welche Alternativen zur vollständigen Verschiebung geprüft wurden und aus welchen Gründen mögliche Alternativen abgelehnt wurden,
- wie künftig eine verlässliche Durchführung des Rathausclubbings organisatorisch und finanziell sichergestellt werden kann.

Ihre Ansprechpartnerin:
Claudia Hammerbacher
