Schülerin mit Plakat in der Hand hält ein Referat vor der Klasse

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Fehlende Eingangsklassen an Nürnbergs Gymnasien für das Schuljahr 2022/23

In den Schulausschüssen im Juli 2021 und im April 2022 standen jeweils die Zahlen der Eingangsklassen an kommunalen Realschulen und Gymnasien in Nürnberg auf der Tagesordnung. Gründe hierfür waren beide Male die fehlenden Plätze für Schüler*innen an den Nürnberger Gymnasien für das Schuljahr 2021/22.

Denn wie bereits im vergangenen Jahr verzeichnet das Johannes-Scharrer-Gymnasium auch dieses Jahr mehr Anmeldungen als die geplanten vier Eingangsklassen aufnehmen können. Hinzu kommt die Info, dass für das Labenwolf-Gymnasium Anmeldungen für nur drei Eingangsklassen vorliegen – obwohl sie vier Klassen bilden könnten –, sodass ein Ausgleich zum Johannes-Scharrer-Gymnasium stattfinden hätte können.

Laut der Vorlage zum Schulausschuss vom 29. April 2022 [sind] „generell zahlenmäßige Verschiebungen zwischen einzelnen Schulen und Schularten im Rahmen der Obergrenze möglich. Entsprechend müsste also hier eine fünfte Eingangsklasse am Johannes-Scharrer-Gymnasium gebildet werden können.

Auch wenn kein Rechtsanspruch für einen Platz an einem bestimmten Gymnasium besteht, wird hier der Wille der Eltern massiv missachtet, die das Gymnasium nach dem jeweiligen Schulprofil aussuchen. Es ist nicht im Sinne der Beteiligten, wenn Schüler*innen keinen Platz auf dem favorisierten wirtschaftlich-orientierten Gymnasium erhalten und Eltern als Alternative einen Platz am musischen Gymnasium angeboten bekommen.

Wir stellen deshalb zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

  • Die Verwaltung berichtet
  • über die Anmeldezahlen an den Nürnberger Realschulen und Gymnasien für das Schuljahr 2022/23.
  • über die Zahl der Schüler*innen, die nicht an ihren gewünschten Schulen aufgenommen werden können.
  • darüber, wie viele Schüler*innen aus Nürnberg, die in Nürnberg keinen Platz an ihrem Wunsch-Gymnasium erhielten, an Gymnasien außerhalb von Nürnberg aufgenommen wurden.
  • darüber, inwieweit „Härtefälle“, also Schüler*innen, die körperlich oder/und psychisch belastet sind, berücksichtigt wurden.
  • über die Gründe, die vorliegen, warum kein Ausgleich zwischen den Eingangsklassen vom Labenwolf-Gymnasium zum Johannes-Scharrer-Gymnasium geschaffen wurde.

Ihre Ansprechpartnerin:
Gabriele Klaßen

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